Eine Frontalansicht des Bürogebäudes, das in Ban de Gasperich entstanden ist.
defr

Projekte

  • Alle Projekte
  • Öffentlich
  • Arbeiten
  • Bildung
  • Gewerbe
  • Heil & Pflege
  • Holzbau
  • Kunst & Kultur
  • Sonderbauten
  • Sport & Freizeit
  • Veranstaltungen
  • Wettbewerbe
  • Privat
  • Wohnen & Hotels
  • Diverse Projekte
Auf dem Bild ist eine Außenansicht der KiTa-Erweitung zu sehen
Erweiterung einer KiTa in der Großregion

Erweiterung einer Kindertageseinrichtung in der Großregion

Mit einer Erweiterung der Kindertagesstätte in der Gemeinde Mertesdorf schaffen wir viel Platz für zwei weitere Gruppen, um dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht zu werden. Dazu kommt eine Küche, in der täglich die Mahlzeiten für den Ganztagesbetrieb zubereitet werden, und Personalräume, um die Arbeitsorganisation zu entzerren.

Die Aufgabe für das Architekturbüro SWAA

Die besondere Herausforderung beim Bau frühkindlicher Bildungseinrichtungen sind die beiden Nutzergruppen und ihre unterschiedlichen Anforderungen an die Umgebung. Neben den Sicherheitsvorgaben müssen sowohl die Perspektiven der kleinen Kinder als auch die ihrer Betreuer berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll die vorhandene Spielfläche im Außenbereich erhalten und der laufenden Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Die Lösung von SWAA

Um Platz für die umfassende Erweiterung zu schaffen, haben wir einen kompakten Neubau in L-Form geplant. Als Baufläche nutzten wir Teile der Grünanlage, die wegen ihrer Hanglage bisher ungenutzt war. Auf diese Weise konnten wir den Bau unabhängig vom Betrieb der bestehenden Kita realisieren und den Spielbereich im Außengelände weitestgehend erhalten. Ein Verbindungsgang zum alten Gebäude gewährleistet, dass die Einrichtung sowohl funktional als auch betriebsrechtlich weiter als Organisationseinheit funktioniert.

Die zwei Gruppenräume mit Nebenräumen und kindgerechten sanitären Anlagen befinden sich auf der gleichen Ebene wie der Bestand und sind über den Gang erreichbar. Sie haben beide jeweils eigene ebenerdige Ausgänge zum gemeinsamen Außengelände. Auf der oberen Ebene befinden sich sowohl das Büro der Kitaleitung mit Besprechungsraum als auch die sanitären Anlagen für Erwachsene. Beide Ebenen sind barrierefrei zugänglich.

Aber nicht nur die Raumstruktur spiegelt die unterschiedlichen Anforderungen der Menschen, die künftig hier viel Zeit verbringen werden. Auch der Innenausbau der gemeinsam genutzten Räume berücksichtigt immer beide Perspektiven. Gucklöcher in der Treppensicherung erlauben neugierige Blicke von oben. Bündig eingebaute Regale sowie Schränke sind zum Teil gesichert, andere hingegen sind zugänglich und erlauben Autonomie.

Die langfristige Zukunft der Kinder haben wir sowohl bei der Errichtung als auch für den Betrieb der KiTa und noch darüber hinaus im Blick: Wir orientieren uns am zirkulären Bauen und verwenden möglichst unverbundene Baustoffe. Erdberührte Bauteile planen wir in Beton, während die Fassadenelemente, die weiter oben liegen, und der Innenausbau größtenteils aus unterschiedlichen Holzbauelementen bestehen. Durch eine Sole-Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage auf dem Flachdach und einer ausgeklügelten Heiz- und Lüftungstechnik erreicht das Gebäude eine Energieselbstversorgung von rund 80 %. Insgesamt erreicht das Gebäude den KfW-55-Standard.

Durch die autarke Konzeption ermöglichen wir auch eine unkomplizierte Umnutzung, falls der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder künftig zurückgehen sollte. Wenn das Gebäude das Ende seiner Nutzbarkeit erreicht, können die Baustoffe weitestgehend getrennt und in anderen Zusammenhängen erneut verwendet werden.

Dieses Rendering zeigt eine Außenansicht des Bildungscampus für Rodange
Architekturwettbewerb: Bildungscampus

Architekturwettbewerb: Bildungscampus

Die Gemeinde Petange schrieb 2020 einen Architekturwettbewerb aus, um einen Bildungskomplex im Zentrum von Rodange zu konzipieren und umzusetzen. Die Architekturbüros SWAA aus Luxemburg und Franz&Sue aus Wien überzeugten mit ihrem gemeinsamen Wettbewerbsentwurf.

Die Aufgabe für die Architekturbüros SWAA und Franz&Sue

Der geplante Neubau wird eine Grundschule, einen Hort für Kinder ab 3 und eine Sportstätte integrieren. Zusammen mit der Neuerschließung eines neuen Wohngebietes in dem Weiler an der Grenze zwischen Frankreich und Belgien soll der Komplex dazu beitragen, den Stadtkern zu stärken. Neben diesem integrativen Auftrag besteht eine weitere Herausforderung darin, ein topografisches Gefälle von über 10 Metern auszugleichen.

Die Lösung von SWAA in Kooperation mit dem Büro Franz&Sue aus Wien

Das Konzept der Architekten-Teams von SWAA und dem Büro Franz&Sue sieht Schule, Hort und Sporthalle als eigenständige Funktionseinheiten vor, die auch jeweils einzeln von außen betreten werden können. Die Gebäude schmiegen sich ringförmig ineinander und die Zugänge zu den Gemeinschaftsräumen von Schule und Hort liegen zentral an einer großen gemeinsamen Sitztreppe. Von diesem organischen Mittelpunkt aus können die Kinder beider Einrichtungen Aula, Mensa, Bibliotheken, Theater- und Spielräume erreichen. Durch eine betont horizontale Linienführung und eine niedrige Firsthöhe vermeiden wir einschüchternde Höhen, sowohl für die Kinder als auch für die umliegende Wohnbebauung. So gleicht die organische Form das Gefälle aus und bleibt auf Augenhöhe mit den Menschen.

Die zurückgesetzte Fassade im mittleren Bereich der Anlage lädt Bewohner und Kinder der Umgebung ein, die öffentlich zugänglichen Grünflächen und den Spielplatz zu nutzen. Trotz dieser Offenheit vermittelt die Anlage nach innen die nötige Geborgenheit und unterstützt das Erleben überschaubarer Gemeinschaften, vor allem für die Kleinsten. Die begehbaren Dächer dienen als geschützte Pausen- und Spielbereiche für die Kinder der jeweiligen Einrichtungen. Die einzelnen Gruppen sind in Clustern zusammengefasst, die sich sowohl im Schul- als auch im Hortbereich um je ein Atrium gruppieren.

Durch die großzügige Verglasung der Atrien fangen wir das Sonnenlicht auch im Innern des Gebäudekomplexes ein und erreichen eine optimale Tageslichtausnutzung für alle Bildungsräume. Die Atrien sind von einer offenen Lern- und Pausenlandschaft umgeben und bieten geschützte, helle und kindgerechte Lern- und Gemeinschaftsräume.

Die teilweise unterirdisch gelegene Sporthalle, die auch örtlichen Sportvereinen zur Verfügung stehen wird, wird durch große Fensterbänder im oberen Bereich mit Tageslicht versorgt. Da diese Fenster ebenerdig nach außen zeigen, können Passanten am kulturellen Geschehen im Inneren teilhaben.

Bei der Wahl der Materialien setzen wir auf eine Holz-Beton-Hybridbauweise, die sich an den Anforderungen des zirkulären Bauens orientiert. Begrünte Fassadenelemente dienen der natürlichen Klimatisierung und gleichzeitig als naturnahes Gestaltungselement im innerstädtischen Baukontext. Ein Teil der Dachflächen ist für Photovoltaikanlagen vorgesehen, um das nachhaltige Energiekonzept zu unterstützen.

So setzt das Gebäude durch seine innovative Form und Fassadengestaltung zukunftsweisende Akzente, ohne die umliegende Bebauung zu dominieren. Gleichzeitig schaffen die offenen Grünflächen einen zentralen Begegnungsraum für alle Menschen der Gemeinde.

Dieses Rendering zeigt eine Ansicht der neuen Musikschule in Petange
Neubau einer Musikschule

Neubau einer Musikschule

Als Gewinner des Architektur-Wettbewerbs setzt das Team von SWAA seinen Wettbewerbsentwurf für die Musikschule in Petange um.

Die Aufgabe für das Architekturbüro SWAA

Die Aufgabe des Wettbewerbs war die Konzeption einer Musikschule im neu entstehenden Stadtquartier in Petange. Als Schule für Musik soll dieses Gebäude nicht nur ein Ort der Bildung sein, sondern auch einen optimalen Raum für Klangerlebnisse und Begegnungen bieten: für Lehrende, Schüler und für ihr Publikum. Das daraus resultierende Raumprogramm stellte zugleich die größte Herausforderung dar, denn das innerstädtische Baugrundstück für dieses Gebäude ist eng begrenzt.

Die Lösung von SWAA

Als einziger Teilnehmer des Wettbewerbs haben wir es geschafft, die Anforderungen des Raumprogramms auf diesem Grundstück zu erfüllen und sogar noch mehr.

Das Herzstück unseres Konzepts ist das zweigeschossige, lichtdurchflutete Foyer, das die Menschen durch das gesamte Gebäude führt. Die Unterrichtsräume verteilen wir über diese zwei Geschosse. Eine große Freitreppe im Foyer führt zu den Eingängen des Konzertsaals, der Platz für ein 90-köpfiges Orchester bietet. Die Auswahl der Materialien, mit einer hinterlüfteten Ziegelfassade, ist auf Langlebigkeit ausgerichtet.

Die öffentliche Tiefgarage erstreckt sich über zwei Untergeschosse und nahezu die gesamte Grundstücksfläche. Sie bietet Platz für fast 100 Fahrzeuge und verfügt über separate Einfahrten und Ausfahrten.

In einem partnerschaftlichen Planungsprozess wurden Anpassungen am Ursprungsentwurf vorgenommen, die besonderen Bedürfnisse der künftigen Nutzer im Blick. Insbesondere für den Konzertsaal haben wir mit Akustikern an den passenden Oberflächenmaterialien für Wände und Decke getüftelt, um das Optimum zwischen Raumausnutzung und akustischer Qualität zu erreichen.

Wir freuen uns sehr, dass wir das Gebäude im Februar 2024 an die Musikschule übergeben konnten und die Räume jetzt von Musik und Kinderlachen erfüllt sind.

 

Zu sehen ist der vorsichtig sanierte Dachstuhl, der immer noch ein Zuhause für eine gschützte Fledermauspopulation bietet
Sanierung unter Denkmalschutz: Centre Heliar

Sanierung unter Denkmalschutz: Centre Heliar

Im Zuge der Sanierung und technischen Instandsetzung wurde aus dem Centre Heliar in Weilerbach, einem Sanatorium vom Beginn des 20. Jahrhunderts, ein neues Zuhause für geflüchtete Menschen.

Die Aufgabe für die Architekturbüros SWAA und Paul Majerus Architecte

Das ehemalige Sanatorium Centre Heliar in Weilerbach wurde 1910 erbaut und sollte nun komplett saniert werden. Seit dem Verkauf an den luxemburgischen Staat im Jahr 2010 dient das Gelände als Unterkunft für Geflüchtete. Das OLAI bringt hier vor allem Familien mit Kindern unter. Obwohl der Komplex als ehemalige Klinik einige Voraussetzungen für diese Umnutzung bot, waren Aufteilung und Ausstattung nicht optimal auf die Bedürfnisse der heterogenen Nutzerstruktur ausgelegt. Ein Zuhause zu schaffen für Menschen, die fast alles hinter sich lassen mussten, betrachten die beteiligten Architekten als vorrangige Herausforderung dieses Projektes.

Neben der energetischen Sanierung sollte auch die Haustechnik erneuert und die Produktionsküche modernisiert werden. Eine weitere Herausforderung für das Sanierungskonzept bestand darin, dass das Sanatorium unter Ensembleschutz steht, im Laufe der Jahrzehnte jedoch mehrfach erweitert und verändert worden war. Nicht zuletzt ist der Dachstuhl mittlerweile Heimat für eine Fledermauspopulation, die geschützt werden soll. Für die Lösung dieser komplexen Aufgabenstellung waren sowohl Pragmatismus als auch Fingerspitzengefühl gefragt.

Lösungen der Architekten von SWAA in Kooperation mit dem Luxemburger Architekten Paul Majerus

Um die Bewohner willkommen zu heißen und die Arbeitsbedingungen für das Personal zu verbessern, gestalten wir die gesamte Ankunftssituation um: Durch getrennte Verkehrsflüsse und eine Optimierung der Zufahrten sowie Ladeflächen für Lieferanten wird schon der Zugang zum Gebäude sicherer und klarer. Mit der Modernisierung des Eingangsbereichs schaffen wir neben Großzügigkeit auch Überblick und Orientierung.

Über die original belassenen Terrazzotreppen werden die Ankommenden in die weiteren Wohnbereiche geleitet. Dort schaffen wir mehr Möglichkeiten für Autonomie und Privatsphäre. Die Wohnräume erhalten individuelle Waschgelegenheiten und in den neuen Bewohnerküchen bereiten die Familien sich ihre Mahlzeiten jetzt selbst zu. Auch die Sanitäreinrichtungen werden dezentralisiert und in den verschiedenen Flügeln und Etagen speziell für kleine Gruppen neu gestaltet. In einigen Zimmern öffnen wir ehemals verschlossene Verbindungstüren, um die Zimmer für größere Familien als gemeinsame Wohneinheit zu erschließen.

An den Fassaden wird so wenig wie möglich eingegriffen, um die Charakteristik des Ensembles zu schützen. Die einfach verglasten Fenster werden komplett durch Doppelverglasung ersetzt, welche die optische Qualität der Vorgänger erhalten. Dabei entfernen wir die Vergitterungen an den Bewohnerzimmern. Die Sicherheit in der Familieneinrichtung erreichen wir jetzt mit Fenstern, die ohne spezielle Schlüssel nur teilweise zum Lüften geöffnet werden können. Betonelemente, die aus statischen Gründen erneuert werden müssen und einer der späteren Gebäudeflügel, der störend aus dem Ensemble heraussticht, werden unaufdringlich an die Bestandsbauten angepasst.

Die alten Steinböden und -treppen erhalten wir fast überall. Wo dies nicht sinnvoll ist – wie beim empfindlichen Solnhofer Steinboden in der alten Kapelle, die nun als Gemeinschaftsraum auch für Kinder dient – setzen wir alltagstauglichere Materialien ein. Insgesamt legen wir bei der gesamten Innengestaltung sehr viel Wert auf eine helle und freundliche Atmosphäre mit wertigen Materialien.

Mit seiner beeindruckenden Fassade stellt das Centre Heliar ein bedeutendes Kulturdenkmal dar, dessen Charakter im Zuge einer sorgfältigen und respektvollen Sanierung gestärkt wurde. So schafft das Gebäude eine besondere Atmosphäre als Aufnahmeeinrichtung für geflüchtete Menschen. Es wird ein Zuhause auf Zeit für Menschen unterschiedlichster Kulturen und bietet ihnen Autonomie und Privatsphäre, gleichzeitig aber auch Räume für neue Gemeinschaft.

 

 

Teilsanierung des Gebäudes Hémicycle

Hemicycle Kirchberg

Teilsanierung des Gebäudes Hémicycle

SWA wurde 2015 von ABP beauftragt eine Bestandsaufnahme der Gebäudehülle und nach Auswertung dieser Analyse eine energetische Teilsanierung des Gebäudes Hemicyle auf Luxembourg-Kichberg, in Zusammenarbeit mit den Fachplanern GLA und S&A, durchzuführen.
Der Auftrag wurde im Zuge der Planung unter anderem um die Neugestaltung des großen Konferenzsaals in Form eines Auditoriums und des bestehenden Foyer- und Barbereichs erweitert.

Das Gebäude ist zwar nicht offiziell als Denkmal erfasst, hat aber ikonische Strahlkraft und kulturhistorische Bedeutung.
Eine Herausforderung für die Architekten lag darin, die bestehende Bausubstanz zu konservieren und so geschickt mit den neuen Eingriffen zu verbinden, dass das äußere Erscheinungsbild und die inneren Raumstrukturen weitgehend erhalten bleiben, das Gebäude aber funktions- und materialtechnisch auf den neuesten Stand gebracht wird. Eine weitere Herausforderung war der Umbau im laufenden Betrieb.

Energetische Sanierung
Bei der Sanierung stand neben dem Aspekt der Energieeinsparung und des bestimmungsgemäßen Gebrauchs vorallem der Komfort und die Behaglichkeit für die zukünftigen Nutzer im Vordergrund.
So wurde der außenliegende Sonnenschutz durch individuell ansteuerbare Raffstoreanlagen mit Tageslichttransportelement (TLT) ersetzt, die einen optimalen Sonnenschutz gewährleisten, das Licht aber über eine Behangteilung weit in den Innenraum lenken und gleichzeitig für einen blendfreien Arbeitsplatz sorgen.
Die Fensterelemente wurden durch Wärmeschutzisolierglas aus 3-fach Glas, und die Blechpaneele im Bereich der Fensterbänder durch farblich abgestimmte Glaspaneel-Elemente ersetzt.
Materialauswahl und Farbgebung orientierten sich dabei am ursprünglichen architektonischen Konzept, und die nun durchgängig verglasten Fensterbänder heben die Linearität des Gebäudes jetzt noch stärker hervor.

Besonders anspruchsvoll gestaltete sich auch der Austausch der Fensterelemente auf den beiden obersten Stockwerken. Bedingt durch die trichterförmige Ausladung des Gebäudes weit über die rue Jules Wilhlem hinaus in das öffentliche Stadtgrün, war die Errichtung einer Standrüstung nur bedingt möglich. Die Demontage und Montage der neuen Fensterelemente konnte nur über eine auskragende Gerüstplattform erfolgen, die durch die bauseitigen Fensteröffnungen aufwändig am Tragwerk des Gebäudes verankert wurde.
Mit Einbau der neuen Fenster musste diese Plattform dann abschnittsweise Hand in Hand und kontrolliert zurückgebaut werden.
Die Dacheindeckung aus Kupfer-Stehfalz einschließlich Unterbau wurden bis auf die Betonschale entfernt und durch eine 28 cm starke Dämmschicht mit einer Deckung aus Kalzip als wasserführende Ebene und einer aufgeständerten ALU-Glattblecheindeckung ersetzt.
Abmessungen, Farbgebung und Fugenraster der großformatigen Bleche der Dachhaut wurden dabei auf die bestehenden Fassadenpaneele abgestimmt und erlauben zusätzlich die nahezu unsichtbare Integration der erforderlichen technischen Installationen wie des Blitzschutz- und Absturzsicherungssystems, oder der RWA Lichtkuppeln über dem Konferenzsaal und den Fluchttreppenhäusern.
Durch die Reduktion auf ein Material für Fassade und Dach wird die abgestufte Form und der kubische Charakter des Gebäudes noch besser unterstützt und insgesamt ein homogeneres Erscheinungsbild der Gebäudehülle erreicht.

Innenausbau
Der Austausch der Fensterelemente und die Erneuerung der haustechnischen Anlagen machten weitgehende Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich.

Sämtliche Brüstungselemente wurden im Zuge der Sanierungsmaßnahme durch neue haltbare Verkleidungen aus beschichteten MPX-Platten ersetzt.
Die neue Brüstungsverkleidung ist modular aufgebaut und so konzipiert, dass sie langfristig die Revision und Konvektion der Heizkörper, das Nachziehen von Kabeln, sowie die geordnete Integration unterschiedlicher Schaltersysteme ermöglicht.

Grundlage für die Renovierung des großen Saals waren Studien zu Bestand, Material- und Farbkonzepten, um das was erhalten werden kann, und das was erneuert werden muss, in einem ganzheitlichen Kontext bewerten zu können.
Wand und Bodenbeläge im Konferenzsaal wurden ausgetauscht und der Saal insgesamt akustisch nachertüchtigt und in seiner Farbgebung aufgefrischt.
Die bestehenden Tischreihen waren bis auf die Sichtblenden noch in einem guten Zustand und konnten erhalten werden. Die Bestuhlung war jedoch mangelhaft.
Die Architekten entwickelten zu diesem Zweck mit einem namhaften Stoff- und Möbelhersteller auf Grundlage eines Serienprodukts einen eigens für dieses Projekt konfektionierten Konferenzstuhl.

Für den Bar- und Foyerbereich wurde ebenfalls in Zusammenarbeit mit einem namhaften Hersteller ein projektspezifisches Teppichdesign entwickelt.
Der Barbereich wurde komplett umgestaltet. Die ehemalige Theke wurde durch eine skulptural anmutende und vollausgestattete Thekenanlage aus weißem Corian ersetzt.
Im Zusammenspiel mit einer bronzefarbenen Metalllamellendecke und einer akzentuierten DALI-dimmbaren Architekturbeleuchtung ist so ein ansprechender und vielseitig nutzbarer Raum geschaffen worden.

Ein Blick durch den Blumenbogen im Garten der Erinnerung
Erweiterung eines Friedhofs: Garten der Erinnerung

Erweiterung eines Friedhofs: Garten der Erinnerung

Das Architekturbüro SWAA aus Luxemburg wurde von der Gemeinde Mondorf-les-Bains im Rahmen der Friedhofsinstandsetzung beauftragt, einen Garten der Erinnerung zu konzipieren.

Die Aufgabe für das Architekturbüro SWAA

Die gestalterische Herausforderung einer Streuwiese liegt darin, einen Ort zu schaffen, der Angehörigen während der Bestattungszeremonie Halt und Orientierung bietet. Zugleich soll sie als Erinnerungsort der Idee dieser naturverbundenen Bestattungsform folgen. Diesem letzten Schritt zum Abschluss eines Menschenlebens einen sinnstiftenden Rahmen zu setzen, erfordert nicht nur eine gewisse Sensibilität, sondern auch die Offenheit, sich mit Grenzerfahrungen auseinanderzusetzen.

Die Lösung von SWAA

Bei einer Freiluftbestattung wird die Asche eines Menschen an die Erde übergeben, was als Symbol für den ewigen Kreislauf des Lebens dient. Gleichzeitig steht dieser Akt für eine naturverbundene Vorstellung vom menschlichen Leben und Körper, von dem Angehörige Abschied nehmen. Die Gestaltung von SWAA bietet Anknüpfungspunkte für all diese Aspekte von Trauer.

Mit einem Besinnungsweg führen wir die Besucher durch einen bepflanzten Bogen, an einem Baum vorbei und über Wassergräben hinweg auf die andere Seite, die Streuwiese. Dieser Weg leitet die Hinterbliebenen physisch zum letzten Schritt: Bei einer Zeremonie wird die Asche verstreut und endgültig an die Erde übergeben. Der angelegte Weg mit den Trittsteinen über das Wasser lenkt aber nicht nur die Schritte der Menschen, er schont auch die Pflanzen. Mit dem blühenden Blumenbogen, der auf dem Weg zur Zeremonie und zum Gedenken durchschritten wird, bieten wir symbolische Haltepunkte für spirituelle Bedürfnisse. Die umliegende Natur betonen wir durch eine Auswahl an Pflanzen, die eine möglichst große Biodiversität bieten wird. Sodass das fließende Wasser und die summenden Insekten nicht nur Ruhe, sondern auch Trost gewährend werden, indem sie eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Gedenken und dem umgebenden Leben herstellen.

Eine Nachtansicht des Neubaus
Crystal Park · Neubau

Crystal Park

Neubau Hauptsitz PwC Luxemburg

In Zusammenarbeit mit IttenBrechbuehl Schweiz unter p.arc Sarl – Luxembourg
Innenarchitektur in Zusammenarbeit mit Moreno Architecture

Lichter Solitär mit markantem Grundriss und grossem Atrium

Das Gebiet des Masterplanes «Grossfeld» liegt südwestlich der Altstadt von Luxemburg. Die Parzelle des neuen PwC-Hauptsitzes ist Teil dieser Stadterweiterung. Etwas abseits der Rue Raiffeisen in leichter Hanglage steht der Neubau in einer weitläufigen Parkanlage, profitiert von der Offenheit des Grundstücks und ist in den weiteren städtebaulichen Kontext eingebunden. Der großzügige Solitär antwortet mit einer präzisen Setzung auf die Situation und akzentuiert sie.

Leicht angewinkelt und nicht parallel zueinander gestellt bilden die zwei, durch das Atrium verbundenen Flügel, ein spannungsvolles Volumen, das dadurch die Lichtverhältnisse maximal ausnutzt. Neben dem Grundriss fällt die Fassadenstruktur ins Auge, die durch eine alternierende Holzgeometrie geprägt ist. Die Fassade ist als transparente Doppelfassade ausgeprägt, die eine klimatische und energetische Hülle bildet, wiederum viel Licht ins Innere lässt und weite Blicke nach aussen ermöglicht.

Als sechsgeschossige Halle ist das Atrium angelegt. Mit seiner leicht gewölbten Glasdecke unterstreicht dieser Raum die Grosszügigkeit des Komplexes auch im Inneren. Auf beiden Seiten dieses Lichthofes schaffen breite Passerellen die Verbindung zwischen den beiden Flügeln. In den Brücken befindet sich auch die doppelte Erschliessung durch Aufzüge und Treppen. Im Erdgeschoss und teils mit Anschluss an das Atrium befinden sich die Räume der PWC-Akademie, Bistro und Restaurant sowie der VIP-Bereich.

Dreißig gleichartige Büroeinheiten sind im Gesamtgebäude integriert. Diese von PwC vorgegebenen Units bestehen aus Openspace-Bereichen und konventionellen Zellenbüros. In den oberen Geschossen sind in jedem Flügel jeweils drei Büroeinheiten aneinandergedockt. Die Innenräume zeichnen sich durch eine disziplinierte Materialwahl aus; dank der transparenten Fassade sind alle Büros von Tageslicht durchflutet.

European Convention Center Luxembourg · Ministerium für öffentliche Arbeiten

European Convention Center Luxemburg

Ministerium für öffentliche Arbeiten / Verwaltung Öffentliche Gebäude

In Zusammenarbeit mit Jourdan & Müller PAS, Frankfurt

Die Entwurfsidee gründet auf einem Plateau als Sockel für eine Reihe von eingestellten und teilweise die Dachhaut durchdringenden Körpern, wobei das bestehende, 24‐stöckige Hochhaus den vertikalen Akzent setzt. Die Körper werden von einer gläsernen Halle mit überkragendem Flugdach umschlossen.

Das begrünte Dach schließt zur Platzfront mit einer räumlich geformten, metallischen Flügelkante ab. Akzentuiert wird die pfeilförmige Dachfläche durch eine Wölbung im Bereich des großen Saales. Das Dach bildet die „fünfte Fassade“, und ist von den umliegenden, höheren Gebäuden gut wahrnehmbar.

Durch die gläserne, 300 Meter lange, in der Profilierung bewusst reduzierte Platzfassade ist die spannungsvolle Abfolge der inneren Baukörper sowie die Bewegung der Besucher Tags und Nachts gut ablesbar. Dies wird auch durch das Beleuchtungskonzept unterstützt.

Talseitig bilden verstellbare außenliegende und mattierte Glaslamellen die Funktion des Sonnenschutzes und bei sicherheitsrelevanten Veranstaltungen die des Sichtschutzes. Der Sonne nachgeführt bilden sie einen spannungsvollen Filter zum Grünraum des direkt angrenzenden Tals.

Die bestehenden Baukörper wurden von Umbauungen freigestellt und wie die neuen Baukörper in eigenständiger Materialität ausgeführt.
Die Abfolge der Körper beginnt in der Spitze der Halle mit dem auf schrägen Sichtbetonstützen ruhenden und von einer transluzenten und hinterleuchteten Glashaut umschlossenen Belvédèrekörper.

Der untere Bereich des Belvédère öffnet sich mit einer Nutzung als Café ebenerdig zum Platz.

Die Untersicht des Körpers ist als Lichtdecke ausgebildet. Eine freistehende Treppe durchdringt diese Haut und führt zu dem Festsaal im Obergeschoss. Durch großformatige Fensteröffnungen öffnet sich der Blick zum Grünraum bis hin zur Altstadt.

In der weiteren Abfolge dominiert der Konferenzsaal inmitten des Foyers als raumbildendes Element.

Er hat die Form eines zweischaligen Ellipsenstumpfes. Die äußere Schale setzt sich aus großformatigen und räumlich geformten Tafeln aus Nussbaumfurnier zusammen. Die Schwere und Größe des Körpers wird durch tiefe Einschnitte ablesbar.

Im Kontrast dazu ist die innere Schale aus stabförmigen, die Akustik unterstützenden Nussbaumprofilen aufgebaut. Es gibt Einschnitte auf zwei Ebenen für 28 Dolmetscherkabinen mit räumlich gekrümmter Verglasung und zwei offene Tribünen für 150 Personen.

Das große ebenerdige Panoramafenster mit ebenfalls gekrümmter Verglasung bietet Tageslicht und Bezug zur Natur.

Überwölbt wird der Saal von einer akustisch wirksamen Stufenkuppel, die sich durch die Dachfläche zu drücken scheint und von außen als Wölbung ablesbar wird.

Hauptnutzung des Saals sind administrative Konferenzen. Die Bestuhlung erfolgt in mehreren elliptisch angeordneten Tischreihen, wobei in der ersten Reihe 100 Personen Platz finden. Bei variabler Nutzung finden bis zu 800 Personen im Saal Platz.

Im Zwischenraum der äußeren und inneren Schale sind die dienenden Funktionen integriert. Zum Beispiel ein Hörsaal und ein polyvalenter Saal, der über konisch angelegte Dachoberlichter natürlich beleuchtet wird.

Als verbindendes Element der eingestellten Körper fungiert die durchlaufende Foyerdecke aus Metallnetzgewebe. Sie entwickelt sich aus der metallischen Flügelkante des Vordaches und wird als Edelstahlgewebe im Innenraum fortgeführt. Rechteckige Dachoberlichter unterstützen dabei die gleichmäßige Ausleuchtung des Foyers.

Im Bereich des Haupteinganges durchdringt das bestehende Hochhaus die neue Dachlandschaft. Es ist durch große Horizontalverglasungen abgelöst und bis auf die Konstruktion und Erschließungskerne freigelegt. Zusätzliche Öffnungen in den Geschossdecken bis hin zur unteren Ebene der Hofeinfahrt werden zur vertikalen Erschließung genutzt.

Talseitig verbindet die neue Bar mit restaurierter Glaskunstwand den großen Saal mit den Foyers des Hochhauses und den bestehenden Sälen.

Die beiden Baukörper der bestehenden Säle wurden vor Umbauungen freigestellt, mit einer Natursteinfassade bekleidet und gestalterisch in die Reihe der Körper integriert.

Sie bilden den Schlusspunkt der auf dem Sockel angeordneten Abfolge von eigenständigen Körpern.

Bildnachweis Foto #3: Lex Kleren

Projekte

  • Alle Projekte
  • Öffentlich
  • Arbeiten
  • Bildung
  • Gewerbe
  • Heil & Pflege
  • Holzbau
  • Kunst & Kultur
  • Sonderbauten
  • Sport & Freizeit
  • Veranstaltungen
  • Wettbewerbe
  • Privat
  • Wohnen & Hotels
  • Diverse Projekte